Media Queries — Website für das Handy aufbereiten
Lange habe ich mir die Entwicklung und den Einsatz von sogenannten (CSS3) Media Queries im Wörld Weid Wäb angeschaut, denn ich war dieser Technik gegenüber sehr skeptisch. Doch in den letzten Monaten scheinen diese Media Queries doch immer populärer zu werden. Ein Grund mehr für mich, hier eine kleine Einführung zu schreiben.
Die Nachteile vorweg
Wie oben schon nebenbei erwähnt, sind Media Queries Bestandteil des CSS3. Aber halt … was sind Media Queries??
Media Queries — was ist das? Wozu dienen sie? Wann macht der Einsatz Sinn?
Media Queries sind logische Ausdrücke, die einem Webdesigner die Möglichkeit bieten, mehr Kontrolle über das Rendering-Verhalten eines bestimmten (mobilen) Gerätes zu “erlangen” (ähnlich den Conditional Comments / Browserweichen für bestimmte IE-Versionen). Logischer Ausdruck bedeutet, dass es nur wahr oder falsch als Ergebnis haben kann: trifft zu, oder nicht.
Damit ist möglich abzufragen, welche Eigenschaften bzw. Fähigkeiten ein (mobiles) Gerät besitzt. Beispielsweise ist hier die Bildschirmauflösung oder die Ausrichtung (Hoch– bzw. Querformat) gemeint.
Also haben wir hier die Möglichkeit konventionelle Internetseiten auf mobile Geräte wie Handy, Smartphone oder Tablet-Computer anzupassen. Auch hierbei ist wohl zu überlegen, ob sich dieser Aufwand generell lohnt. Die Zielgruppe ist entscheidend.
Wie geht’s denn überhaupt los?
Jeder der schon mal mit CSS gearbeitet hat, weiß wie man eine solche normale CSS-Datei einbinden kann:
<link rel="stylesheet" media="all" href="style.css" />
Somit wäre eine CSS-Datei namens style.css eingebunden, welche auf sämtliche Ausgabegeräte angewandt wird — media=“all”. Nun wollen wir zum Beispiel ein Stylesheet definieren, welches unsere Website für Smartphones aufbereitet bzw. abändert. Dazu definieren im:
<link rel="stylesheet" media="only screen and (min-device-width: 320px) and (max-device-width: 480px )" href="smartphone.css" />
Damit hätten wir ein Konstrukt, welches nur für Bildschirmanzeigen (screen) UND eine (Gerät-)Mindestbreite von 320 px UND eine (Gerät-)Maximalbreite von 480 px bestimmt ist. Wir rufen uns hier in Erinnerung: jeder dieser Ausdrücke muss wahr sein, dass diese CSS-Datei auch wirklich eingebunden wird. Sonst wird sie übergangen. Damit hätten wir unsere Grundlage für Smartphones.
Hier sei noch angemerkt, dass beides Ausrichtungen des Displays auf dem Smartphone dabei inbegriffen sind (horizontal / vertikal bzw. Landscape / Portrait).
Und dann? What’s next?
Jetzt kann die Schinderei beginnen. Wir haben unsere Grundlage, die CSS-Datei für die Smartphones gelegt.
Meiner Meinung nach sollte als erstes überdacht werden, wie man die Seite jetzt grundsätzlich strukturiert. Ist bisher ein drei-Spalten-Layout eingesetzt, sollte man sich überlegen, ob man das nicht abändert. Immer im Hinterkopf: wir prüfen auf eine Auflösung zwischen 320 px und 480 px. Ein relativ wichtiger Punkt sind hier auch Menüs. Hier auf Guardian Online befindet sich folgendes horizontales Menü:
Da könnte man beispielsweise ein schönes vertikal gerichtetes Menü draus basteln, und die einzelnen Menüpunkt untereinander setzen.
Der nächste Step sollten Bilder sein. Ist im Header ein schönes großes Bild von 980 px x 200 px (wie bei mir), dann geht es darum, dieses Bild zu verkleiner. Auch das Hintergrundbild muss eventuell angepasst werden. Das hängt aber von der jeweiligen Seite ab.
Das leidige Testen
… bleibt natürlich auch hier nicht erspart. Den größten Vorteil hat hier wohl der Multimedia-Junky, bzw. der, der sich glücklich schätzen darf und ein oder zwei Smartphones und ein iPad besitzt. Aber gibt auch Alternativen: online Tools, welche versuchen solchen mobilen Endgeräte zu simulieren. Leider kann man sich auf diese Ausgaben nicht 100% verlassen.
Hier eine kleine Auswahl an Seiten, die einem das Leben erleichtern können:
- Der W3C Eintrag zu Media Queries
- der iPhone Safari Browser — Entwicklerecke mit Hinweisen zur Optimierung
- ProtoFluid — online Tool zum Testen der Media Queries für verschiedene Geräte
- Hardboiled CSS3 — Media Queries für die gängisten mobilen Geräte
Damit sollte die Grundlage für die Erstellung einer optimierten Internetseite für mobile Endgeräte gelegt sein. Auf Guardian Online befindet sich bisher noch keine mobile Version — aus Zeitgründen. Ich bitte das zu entschuldigen
In diesem Sinne … happy coding
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